Sara Shepard: Pretty Little Liars – Unschuldig

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Wie gestern in meinem Beitrag erwähnt, wurde ich quasi dazu überredet, mich mit der „Pretty Little Liars“-Reihe einzulassen. Also habe ich es trotz mäßiger Begeisterung nach dem ersten Band mal versucht. Zum Inhalt: Emily, Spencer, … Weiterlesen

Colleen Hoover: Weil ich Layken liebe

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch gehört zu dem Lesestoff, den ich für die Sommerferien ausgeliehen bekommen habe. Da „Weil ich Layken liebe“ von vielen Buchbloggerinnen, die ich gern lese, bereits für gut befunden wurde, war das … Weiterlesen

Kathy Reichs: Hals über Kopf

noch29Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Vor nunmehr drei Jahren bin ich mal in einen Altpapiercontainer geklettert (nun ja, fast zumindest), um sechs Krimis von Kathy Reichs zu retten. Dieses Buch ist eines davon.

Zum Inhalt: Eigentlich soll Tempe Brennan eine Ausgrabungsstätte betreuen, an der Studenten historische Ausgrabungen machen. Dazu ist sie nach South Carolina gereist, wo sie in dem Anwesen ihrer Freundin Annie wohnt, so lange sie hier ist. Was aber erstmal wie ein nahezu gemütlicher Auftrag und eine erholsame Zeit für Tempe klingt, wird bald schon zu einem neuen Fall: Bei den Ausgrabungen entdecken ihre Studentinnen und Studenten nämlich auch eine Leiche, die auf keinen Fall schon seit Jahrhunderten an diesem Ort liegt. Nein, hier hat Tempe es wieder mal mit einem Mord zu tun, der ihr Interesse weckt – sofort macht sie sich Gedanken über das Opfer und wünscht sich herauszufinden, was geschehen sein kann und wer der Tote war. Ihre Freundin Emma, der Coroner dieses Bezirks, ist auch froh darüber, mit Tempe arbeiten zu können, und zusammen nehmen die beiden Frauen die Ermittlungen auf.
Auffällig ist, dass die Leiche eine merkwürdige Einkerbung an einem Halswirbel hat. Und noch bezeichnender wird diese Auffälligkeit, als plötzlich immer mehr Leichen auftauchen, die dieses Mal tragen. Wie stehen diese Todesfälle miteinander in Verbindung? Auf den ersten Blick scheint es keine Gemeinsamkeiten zu geben.
Doch nicht nur dieser Fall hält Tempe in Atem. Ihre Freundin Emma verheimlicht ihr etwas; und dann taucht auch noch Tempes Noch-Ehemann Pete auf, den seinen Ermittlungen ebenfalls gerade nach South Carolina führen. Tempe ist immer noch nicht klar, wie sie emotional zu Pete steht, und mit ihm zusammenzuwohnen, reißt alte Wunden auf. Der Zeitpunkt könnte kaum schlechter sein, denn Ryan, Tempes neuer Partner, steht plötzlich vor der Tür und er ist über die sich ihm darstellende Situation gar nicht erfreut…

Wie mir das Buch gefallen hat: Ich lese Kathy Reichs eigentlich ganz gerne, aber „Hals über Kopf“ hat mich nicht wirklich umgehauen. Natürlich kein schlechter Thriller. Der Fall ist wie immer bei Kathy Reichs gut konstruiert, durchdacht und wird schlüssig aufgelöst, wobei viele Puzzlestückchen wirklich erst am Schluss enthüllt werden, sodass sich auf den letzten vierzig Seiten noch mal viel tut. So gesehen kommt man schon auf seine Kosten. Auch Tempe mag ich als Erzählerin gern, und ihre Gefühlsverirrungen rund um Pete und Ryan fand ich auch durchaus unterhaltsam, wenn man das so sagen kann, aber irgendwie hat mich das Buch nicht gekriegt.
Das liegt einmal an den vielen Zufällen. Pete kommt nach South Carolina, wo er zufällig auch arbeitet, und zufällig wohnt er mit Tempe in einem Haus, weil die gemeinsame Freundin es beiden zugesagt hat – und da Tempe nun zufällig länger bleiben muss, begegnen sie sich eben. Ryans Tochter sagt ihm zufällig, dass sie ihn nicht mehr sehen will, sodass er seine Zeit mit ihr abbricht und zufällig Zeit für Tempe hat. Die wiederum verbringt viel Zeit mit Pete, da sich zufällig eine Verbindung zwischen seinem und ihrem Fall ergeben hat… reicht!
Ich muss außerdem ein bisschen an der Übersetzung herumnölen, denn einige Male ist sie mir wirklich sehr holprig erschienen. Abgesehen davon, dass Jerry McGuire in der deutschen Synchronfassung des Films statt „Show me the money!“ „Führ mich zum Schotter!“ sagt und nicht, wie im Roman behauptet: „Zeig mir das Geld!“, sagt man auf Deutsch auch über Arbeitgeber nicht, dass sie „heuern und feuern“ (hire and fire…). Solche Formulierungen stören mich einfach beim Lesen, und sie kamen in diesem Thriller häufiger vor.
Außerdem kam mir der Anfang des Falls sehr bekannt vor. Ich meine, ich hätte mindestens schon einen anderen Tempe-Brennan-Fall gelesen, bei dem Tempe bei einer Ausgrabung auf eine Leiche stößt, die da eigentlich nicht hingehört.
Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen, vielleicht ist das aber auch ein bisschen der Fluch der Serie, der sich hier zeigt. Jedenfalls: ein solider Thriller, der sich gut nebenbei lesen lässt, der aber nicht überragend ist und zum Teil holprig klingt.

Sue Monk Kidd: Die Bienenhüterin

noch30Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Es ist mir fast ein bisschen peinlich. Dieses Buch habe ich beim Büchertreff-Weihnachtswichteln 2011 bekommen – und jetzt erst gelesen. Nicht nett, ich weiß, dabei wollte ich eigentlich gleich anfangen, aber dann… nun ja, das alte Lied. Nun ist es mir für den Lesemarathon empfohlen worden…

Zum Inhalt: Sommer 1964. Lily lebt mit ihrem Vater T.Ray und der schwarzen Haushälterin Rosaleen in einer Kleinstadt in den Südstaaten der USA. Lilys Mutter ist vor Jahren ums Leben gekommen und Lily hat den Verlust nie überwunden – zumal ihr Vater alles Andere als liebevoll im Umgang mit ihr ist. Lily muss Einiges erdulden und leidet oft darunter, dass sie durch ihren familiären Hintergrund auch in der Schule eine Außenseiterin ist.
Eines Tages im Sommer trifft Lily Rosaleen gerade an, als diese in die Stadt gehen will, um sich ins Wählerverzeichnis einzutragen. Sie ist unheimlich stolz, dass sie jetzt wählen darf; und Lily, die einfach mal rauskommen will, geht mit ihr mit. Unterwegs werden die beiden von ein paar weißen Männern provoziert, und Rosaleen wehrt sich, anstatt sich einfach alles gefallen zu lassen. Nachdem sie verhaftet worden und sogar im Polizeigewahrsam nicht sicher vor den Übergriffen der wütenden Weißen ist, beschließt Lily, dass sie nicht tatenlos zusehen kann – sie schafft es mit ein paar Tricks, mit Rosaleen den kleinen Ort zu verlassen – und so zieht das ungleiche Paar zunächst etwas ziellos durch die Gegend. Ein weißes Mädchen und eine schwarze Frau – die beiden fallen natürlich überall auf, und das ist schlecht, da die beiden polizeilich gesucht werden.
Doch dann hat Lily eine Idee: sie hat nicht viele Erinnerungsstücke an ihre Mutter, aber eins, das ihr besonders viel wert ist: ein Kreuz mit dem Bild einer schwarzen Madonna, auf dessen Rückseite ein Ortsname geschrieben ist. Es ist der einzige Anhaltspunkt und Lily hat keine Ahnung, was sie erwartet und ob sie überhaupt eine Spur ihrer Mutter findet – doch dann trifft sie auf drei wunderbare Frauen, die ihr Leben und auch das Leben Rosaleens nachhaltig verändern.

Wie mir das Buch gefallen hat: Dass „Die Bienenhüterin“ ein tolles Buch ist, habe ich schon von vielen Leserinnen gehört, aber ich hatte keine Ahnung, worum es wirklich gehen würde. Als klar wurde, dass wir uns im amerikanischen Süden befinden und dass der Roman in einer Zeit spielt, die gesellschaftlich im Umbruch ist, war ich gespannt, wie schön der Roman wirklich werden könnte.
Genau das hat mir aber gut gefallen: die Handlung stellt nicht die Frage nach den Bürgerrechten für die Schwarzen in den Vordergrund, ist aber immer wieder präsent und stellt den Rahmen für Lilys Geschichte, die gleichzeitig auch Rosaleens Geschichte und die Geschichte der drei Sommerschwestern Augusta, May und June ist. Wirklich ganz toll gemacht, ein Roman mit leisen Tönen, der aber von großen Gefühlen erzählt: von Angst, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Hass und Liebe. Ich bin beeindruckt davon, wie es der Autorin gelungen ist, von großen Dramen zu erzählen, ohne dabei auf skandalträchtige Szenen zu setzen; der Roman ist gerade deswegen so eindrucksvoll, weil das, was die Figuren bewegt, einfach passiert – ohne große Vorankündigung oder Sonstiges. Das finde ich stimmig und sehr gut.
Die Figuren des Romans mochte ich auch, vor allem angetan hat es mir Zach, ein schwarzer Teenager, durch den die Autorin das ganze Dilemma der Zeit zu erzählen weiß, ohne dass sie Zach in den Mittelpunkt stellen würde. Zach gibt nicht auf und kämpft für seinen Traum, Anwalt zu werden, auch wenn das für ihn alles Andere als einfach ist. Dadurch, dass er da ist, wird auch Lily stärker – und mir gefällt, wie sie von einem schwachen Mädchen zu einem selbstbewussten Teenager wird, der weiß, was er im Leben wichtig findet.
„Die Bienenhüterin“ ist außerdem keine kitschige Liebesgeschichte mit aufgesetztem Happy End, sondern die Geschichte eines Sommers, der das Leben vieler Menschen verändert. Ein Roman, der mich in seinen Bann gezogen und mich sehr berührt hat. Deswegen eine ganz klare Leseempfehlung von mir.