345 Tage buchkauffrei – Und du dachtest, es wäre Liebe (Buch 35)

Dieses Buch war auf der Buchmesse in diesem Jahr echt eine Zufallsentdeckung. Eigentlich spricht mich der Titel „Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde“ von Victoria Schwartz gar nicht an, auch das Cover finde ich nicht unbedingt toll, und neugierig machte … Weiterlesen

345 Tage buchkauffrei – Du schaffst das! Auf in ein stressfreies Leben! (Hörbuch 11)

Von Selbsthilfebüchern wollte ich eigentlich die Finger lassen und dabei bleibe ich auch. Doch Dr. Michael Olprin und Sam Bracken hatten es mir deswegen in der Beschreibung angetan, weil es hier nicht einfach um ein Buch geht, in dem einem … Weiterlesen

345 Tage buchkauffrei – Wer ist denn eigentlich „normal“? (Buch 15)

Was an diesem Nichts-kaufen-Projekt am schwierigsten ist, ist das Verzichten auf Käufe nach Empfehlungen. Es gibt ja Menschen, die bei ihren Buchtipps im Grunde nie daneben liegen, und immer das treffen, das mir gefällt. Von einem solchen Menschen bekam ich … Weiterlesen

Alison Hewitt: Stalked

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ein Flughafen außerhalb Londons. Eine Frau mit genug britischem Bargeld, um noch etwas einzukaufen. Eine halbe Stunde bis zum Boarding. Eine Buchhandlung. Ein Buch mit aufmerksamkeitserregendem Cover. Ein interessanter Klappentext. Ende der Geschichte. Zum … Weiterlesen

Susie Hodge: Why Your Five-Year-Old Could Not Have Done That

020Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich in London von einem Kollegen geschenkt bekommen, der es in der Tate Modern gekauft hat, nachdem ich zugegeben hatte, dass ich mich mit moderner Kunst so gar nicht auskenne…

Inhalt und meine Meinung: Ich gebe es zu, ich kann mit moderner Kunst oft nichts anfangen. Ich gehe gerne in Kunstgalerien, aber wenn ich dann zum Beispiel in der Tate Modern stehe, dann sehe ich mich um, und habe das Gefühl, nichts zu verstehen. Manches spricht mich sicherlich irgendwie an, das will ich nicht bestreiten, oder fasziniert mich, aber ich habe trotzdem sehr oft das Gefühl, das nicht zu verstehen. Gerade wenn es um Dinge geht, die ganz einfach aussehen, frage ich mich oft, warum gerade das jetzt Kunst ist.
Wahrscheinlich aus dem Frust heraus, dass es vielen Menschen so geht, hat Susie Hodge in diesem Buch 100 Werke moderner Kunst zusammengetragen und auf eine kunstbanausenfreundliche Art und Weise vorgestellt. Dabei widmet sie jedem Kunstwerk eine Doppelseite, auf der man neben dem Werk selbst ein paar interessante Informationen erhält: die Arbeitsweise des Künstlers, der historische und künstlerische Kontext, Größe und andere Informationen zum Kunstwerk, unter anderem auch den Ausstellungsort, man bekommt Informationen zu ähnlichen Kunstwerken und eine „incidental additional information“, zum Beispiel etwas zum familiären Hintergrund des Künstlers. Darüber hinaus werden natürlich auch das Kunstwerk selbst und die Intention dahinter dargestellt. Das Ganze wird kurz und knapp gehalten, sodass man auch als Laie gut mithalten kann.
Ich habe das Buch jetzt über Monate gelesen, immer mal wieder ein paar Kunstwerke kennengelernt. Ich konnte mir längst nicht alles merken, was ich gelesen habe, längst nicht alles verstehen. Manches spricht mich einfach nicht an, da kann ich nichts machen. Aber insgesamt habe ich schon das Gefühl, dass sich mein Blick geweitet hat, dass ich Kunstwerke verstehe, die ich vorher nur mit einem Kopfschütteln hätte ansehen können.
innenbuchkunstWas ich wirklich gut finde, ist einmal die Auswahl der Kunstwerke. Sie sind durchweg interessant, wenn auch häufig das Gegenteil nicht schön. Ein Künstler, der sich selbst mit Ketchup beschmiert und sich eine Barbiepuppe in den Hintern steckt? Abstoßend! Ja, aber mit gutem Grund. Sehr interessant.  Aber es gibt auch Schönes: Ein Kunstwerk aus Bonbons, das sich dadurch, das die Besucher sich etwas davon nehmen, immer wieder verändert. Ein mit Schallplatten ausgelegter Fußboden, auf dem die Platten „Musik“ machen, weil sie betreten werden. Und… „Scheiße in Dosen“. Wirklich. Wobei… niemand weiß, ob der Künstler wirklich das in die Dosen gefüllt hat, was draufsteht, denn würde man die Dosen öffnen, wäre ihr Wert natürlich dahin. (Manche Rätsel bleiben auch besser ungelöst…)
Das Buch zeigt auf, was es alles gibt, was man alles über Kunst lernen kann und was einem Künstler so im Kopf herumgeht, wenn er seine Werke erschafft. Dabei wirkt es gar nicht belehrend, auch wenn es das ist, was es letzten Endes macht. Es wirkt informativ, interessant, und es setzt häufig da an, wo es für Laien anspruchsvoll wird, aber vom Verständnis her noch machbar ist. Ich habe beim Lesen noch das ein oder andere Kunstwerk gegoogelt und noch ein bisschen parallel gelesen.
Fazit: „Why Your Five-Year-Old Could Not Have Done That“ macht aus einem Laien keinen Kunstkenner, aber es unterhält, es ist informativ, und ich werde mich mit Kommentaren wie „Ist das Kunst oder kann das weg?“ in Zukunft definitiv zurückhalten. Damit hat Frau Hodge ihr Ziel erreicht. Lesen, ansehen, lernen, Spaß haben.