345 Tage buchkauffrei – Psychopathischer Buchhändler sucht Frau fürs Leben (Buch 44)

„You“ von Caroline Kepnes war eines der ersten Bücher, die ich in meinem Buchkauffreiprojekt gelesen habe. „Hidden Bodies“ ist der zweite Band um den verrückten Buchhändler Joe, und hoffentlich nicht der letzte. Nachdem er sich ja von seiner Exfreundin und … Weiterlesen

345 Tage buchkauffrei – Nichts passiert, und es ist trotzdem spannend! (Hörbuch 1)

„Her“ stand bei Waterstones überall in den Regalen, als ich im Sommer durch die Filialen Londons und Edinburghs schlenderte. Ich war immer wieder in Versuchung, es zu kaufen, aber ich hatte schon einen „Frenemy„-Thriller gekauft, zu dem ich noch mal … Weiterlesen

Birgit Schlieper: Trau. Mir. Nicht.

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich bzw. haben meine jungen Lieblingsleserinnen und ich von einem meiner Kollegen geschenkt bekommen. Zum Inhalt: Als Konstanze nach den Sommerferien neu in Mias Klasse kommt, wirkt sie sehr unnahbar und immer … Weiterlesen

Sara Shepard: Pretty Little Liars – Unschuldig

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ich brauchte natürlich in Wirklichkeit nichts zu lesen, als ich in der Bibliothek mit der Lieblingsbibliothekarin und einer der Lieblingsleserinnen durch die Regale schaute. Und dann blieben wir an der Serie „Pretty Little Liars“ … Weiterlesen

Mary Higgins Clark: No Place Like Home

imageWie ich zu dem Buch gekommen bin: Hay-on-Wye worked its magic on me. Dieses Buch habe ich bei „Murder and Mayhem“ in eben diesem Ort gekauft. Früher habe ich Mary Higgins Clark gerne gelesen, aber wie sagte mein B&B-Gastgeber David gestern (über eine andere Schriftstellerin): „Her books are like Lego!“ Stimmt bei Mary Higgins Clark übrigens auch, wie wir gleich sehen werden.

Zum Inhalt: Über zwanzig Jahre ist es her, dass man Celia Nolan unter dem Namen Liza Barton kannte. Das damals kleine Mädchen lebte nach dem Tod des Vaters mit seiner Mutter und seinem Stiefvater zusammen, und jeder wusste, dass die kleine Liza damit überhaupt nicht glücklich war. Doch als eines Nachts plötzlich die Katastrophe geschieht, sind alle Einwohner der kleinen Stadt schockiert: Liza Barton hat ihre Mutter erschossen und den Stiefvater schwer verwundet – aber warum? Und wie kann ein achtjähriges Mädchen zu so etwas fähig sein?
So einfach war es natürlich nicht – Liza liebte ihre Mutter über alles und wollte sie eigentlich vor dem Stiefvater beschützen; doch der Schock sitzt einfach so tief, dass sich das kleine Mädchen kaum verteidigen kann. Liza wird zwar freigesprochen, aber der Medienrummel ist ungebrochen und so beschließen die Verwandten, die sie adoptieren, ihr einen neuen Namen zu geben, unter dem sie fortan lebt.
Am Sterbebett verspricht Liza dann ihrem ersten Ehemann, dass sie nie jemandem verraten wird, wer sie ist, denn Lizas Mann hat Angst vor dem, was ihr gemeinsamer Sohn Jack auszustehen haben könnte, wenn jemand erführe, wer seine Mama ist.
Und so sagt Liza ihrem zweiten Mann Alex nie, wer sie wirklich ist.
Das wäre an sich schon schlimm genug, aber die Situation wird richtig schlimm, als Alex seiner Frau ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk machen möchte. Er schenkt ihr ein Haus – und entsetzt stellt Liza fest, dass es genau das Haus ist, in dem sie als Kind gelebt hat. Und nicht nur ihre eigenen Erinnerungen werden verstärkt, nein, jemand scheint sie wiedererkannt zu haben. Und nun wird Celia bedroht…

Wie mir das Buch gefallen hat: Man nehme eine gutaussehende junge Frau, die beruflich erfolgreich und aus irgendeinem Grund reich ist. Einen gutaussehenden und ebenfalls reichen Partner/Ehemann, familiäre Ungereimtheiten und eine Stimme aus der Vergangenheit, die die junge Frau bedroht und Rache will. Damit hat man dann schon mal das Grundgerüst für einen klassischen Mary-Higgins-Clark-Thriller. Mehr braucht man kaum zu wissen.
Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, die Geschichte schon zu kennen, und das muss am ewig ähnlichen MHC-Muster liegen, denn ich hatte in der Buchhandlung extra eines ihrer Bücher genommen, bei dem ich mir aufgrund des Erscheinungsdatums sicher sein konnte, dass ich es nicht kenne. Am Ende war die Auflösung tatsächlich genau wie erwartet.
Die Idee an sich war nicht schlecht, die Umsetzung etwas langatmig. Das liegt vor allem daran, dass die falschen Fährten so eindeutig gelegt sind, dass es wirklich eine absolute Frechheit gewesen wäre, wenn sie sich als richtig erwiesen hätten. Dann hätte man das Ganze wirklich auf Seite 10 abhaken können.
Die einzige Figur, die man wirklich etwas besser kennenlernt ist Liza Barton/Celia Nolan und die war mir leider nicht so recht sympathisch. Zu sehr ist sie die arme und verfolgte Frau, die sich doch nur wünscht, alles richtig zu machen und einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen. Die Frau hat leider keinerlei Ecken und Kanten, sondern ist einfach durch und durch gut. Das ist schon ziemlich ermüdend. Immer wieder sagen andere Figuren in diesem Roman, dass sie denken, dass Liza Barton eines Tages zurückkommen und Rache üben könnte, aber Liza/Celia will nichts dergleichen. Sie ist engelsgleich…
Ich glaube, wer noch keinen Thriller von Mary Higgins Clark gelesen hat, wird hier zum Teil überrascht sein und die Handlung eventuell spannend finden, aber für mich war’s beim Lesen… Lego. Die Autorin steckt einfach nur ihre Standardelemente zusammen… Schade.