Aprilynne Pike: Dangerous Visions – Es liegt in deiner Hand

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich mir vor kurzer Zeit erst gekauft, auf Empfehlung einer meiner Schülerinnen hin, wobei man fairerweise erwähnen muss, dass sie das Buch auch selber noch nicht gelesen hatte. Zum Inhalt: Charlotte ist … Weiterlesen

Mirjam H. Hüberli: Ewig und eine Stunde

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch hätte ich mir ehrlich gesagt nie gekauft, wenn Mirjam in ihrem Blog nicht so schön auf die Veröffentlichung hingefiebert hätte. Da konnte ich dann nicht widerstehen. Zum Inhalt: Geneviève hat ihre neue Wohnung … Weiterlesen

Lucy Maud Montgomery: Emily of New Moon

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich mir vor ein paar Jahren gekauft, weil ich es unbedingt haben musste… immerhin bin ich seit Ewigkeiten ein großer Fan von Lucy Maud Montgomerys „Anne“-Reihe, und ich hatte aus Kindertagen … Weiterlesen

Anne Ursu: Herz aus Eis

noch04Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch ist von einem Buchladenspaziergang mit einer Freundin mit nach Hause gekommen. Eine Neufassung der „Schneekönigin“, das klingt doch auch wirklich vielversprechend!

Zum Inhalt: Jack und Hazel sind schon immer beste Freunde. Auch wenn sie jetzt in der fünften Klasse sind und es scheinbar nicht mehr geht, dass Mädchen und Jungen miteinander befreundet sind, halten die beiden immer zusammen und habe ihre ganz eigene Welt, zu der nicht jeder Zutritt hat. Hazel und Jack sind beide sehr fantasievoll, und sie stellen sich gern Dinge vor. Beide Kinder haben es nicht ganz leicht zu Hause – Hazels Vater hat die Familie vor einem Jahr verlassen und Jacks Mutter ist depressiv; die Kinder geben einander so viel Halt, wie sie sie nur können.
Aber das ist gar nicht so einfach, denn Hazels Mutter wünscht sich, dass ihre Tochter mehr mit anderen Mädchen zusammen wäre, und Jacks Schulfreunde können Hazel nicht besonders gut leiden. So kommt eines Tages eins zum Andern: Hazel und Jack streiten sich, was schon ungewöhnlich genug wäre, aber dann bekommt Jack unbemerkt von allen einen winzigen Splitter eines verzauberten Spiegels ins Auge.
Von jetzt an ist alles anders: Jack fühlt sich plötzlich ganz anders, ihm sind andere Dinge wichtig als zuvor und er weiß nicht, was das alles zu bedeuten hat. Hazel ist nur noch eine unwichtige Person, ein komisches Mädchen, das ihn nicht weiter interessiert. Und als die weiße Hexe auftaucht, die ihm große Versprechungen macht, da scheint es nur logisch, dass er mit ihr mitgeht. Hazel jedoch gibt ihren Freund nicht so schnell auf. Sie weiß, dass es ihre Aufgabe ist, Jack, der von einer Minute zur anderen erst ganz anders ist und dann plötzlich verschwindet, zu suchen und zurückzuholen. Schließlich ist Jack ihr bester Freund. Und wenn ihn jemand aus den Fängen einer Hexe holen kann, dann sie – oder?

Wie mir das Buch gefallen hat: „Herz aus Eis“ ist eine ganz großartige neue Fassung des Märchens „Die Schneekönigin“. Der erste Teil des Romans spielt mit sehr wenigen Ausnahmen in unserer Welt; wir begleiten Hazel und Jack zur Schule, erleben mit ihnen, wie schwierig ihr Alltag ist und wie sehr sie einander brauchen. Nur manchmal bricht die Magie in ihre Welt ein; wenn zum Beispiel ein unheimliches Wesen aus Versehen einen Zauberspiegel zerbricht, der dann wenig später dafür sorgt, dass Jack einen Splitter ins Auge bekommt. Der zweite Teil des Romans spielt in einer Märchenwelt, in der wir unzähligen Figuren begegnen, die wir aus Märchen kennen. Als Hazel auf das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern trifft, fand ich das am schönsten. Aber es gibt auch Bezüge zum „Herrn der Ringe“, „Harry Potter“, „Der goldene Kompass“, den Narnia-Büchern und vielem mehr. Diese Bezüge sind unaufdringlich, sodass sich ein Leser, der alle diese Geschichten nicht kennt, womöglich nicht viel fragen würde, was das soll, aber wenn man auch alle diese anderen tollen Geschichten kennt, macht das Lesen vermutlich noch mehr Spaß.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Hazel über sich hinauswächst, ohne dass sie es selbst merkt. Was ich auch mochte, war die Tatsache, dass Jack und Hazel kein Liebespaar sind, sondern dass sie einfach die allerbesten Freunde sind. Das macht einen ganz besonderen Zauber der Geschichte aus.
Sprachlich ist das Buch wirklich schön. Gerade die magische Welt kann man sich wirklich sehr gut vorstellen, und interessanterweise ändert sich hier dann auch der Erzählstil von dem eines Jugendromans zu dem von Märchen. Das hat mir sehr gut gefallen und es spricht für das Konzept dieses Romans, der in sich absolut stimmig ist.
„Herz aus Eis“ ist schön und traurig zugleich. Für mich ist es eine wunderschöne  Geschichte über Freundschaft, die mit dem Original absolut mithalten kann und von zwei Kindern erzählt, die nichts auseinanderbringt. Ein Roman, der eine eigene Märchenwelt inmitten uns bekannter fantastischer und realer Welten schafft. Lesenswert.

Philip Pullman: Grimm Tales (for Young and Old)

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Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Waterstones am Trafalgar Square in London. Ein regnerischer Frühherbsttag im September 2013. Eine Buchsüchtige, die „nur mal schauen“ will. Ein Buch mit einem interessanten Cover. Muss ich noch mehr sagen? You get the picture? 😉

Inhalt und meine Meinung: Märchen faszinieren mich schon immer, und deswegen war es für mich klar, dass ich dieses Buch haben musste. Eine englische Version von 53 Märchen der Gebrüder Grimm, das allein fand ich schon interessant, denn mich interessierte, was aus Namen, Zaubersprüchen und anderen Reimen wird, wenn man übersetzt. Hinzu kommt, dass es ja auch Märchen gibt, die eigentlich im Dialekt erzählt werden (zum Beispiel mein geliebter „Fischer un sin Fru“). Was passiert eigentlich damit, wenn übersetzt wird?
Eigentlich also ganz profane Fragen, auf die dieses Buch Antwort gibt; aber es bietet noch viel mehr. Pullmans Versionen der Märchen sind keine neuen Erzählungen, keine modernen Fassungen, keine Gegendarstellungen irgendwelcher Figuren. Er erzählt die Märchen so, wie die Gebrüder Grimm sie aufgeschrieben haben, nur an sehr wenigen Stellen nimmt er eine kleine Ergänzung oder Erklärung vor oder setzt ein Element ein, das das Märchen in der Grimm-Fassung nicht hat, das dafür aber in einem ähnlichen Märchen (zum Beispiel aus dem britischen oder spanischen Raum) vorkommt. Man merkt es beim Lesen nicht, da wir alle Märchen auf leicht unterschiedlich erzählte Weisen gewöhnt sind. Jedenfalls gelingt es Pullman, sehr märchenhaft und schön zu erzählen – und ich gebe gern zu, dass ich von allen 53 Märchen in diesem Buch nicht alle kannte.
Was das Lesevergnügen aber besonders macht, ist Pullmans Herangehensweise an diese Märchen. Schon im Vorwort macht er deutlich, dass Märchen auch ihn schon immer begeistert haben, weil sie das Erzählen auf den Kern hinunterbrechen: wir wissen gleich, wer gut und wer böse ist, die Figuren kommen weitgehend ohne Namen aus, sondern werden nach ihren Eigenschaften oder Berufen benannt (Ausnahme sind hier Namen, die früher in Deutschland sehr häufig vorkamen: Hans zum Beispiel), die Handlung wird stetig vorangetrieben, Charakterstudien oder ausufernde Ortsbeschreibungen gibt es nicht. Prinzessinnen sind schön, Wälder dunkel,  Stiefmütter böse. Damit hat sich das. Und trotzdem lieben wir Märchen.
Im Anschluss an jedes Märchen, das Pullman erzählt, gibt es einen kurzen Zusatz zu diesem, und das fand ich immer besonders interessant. Zunächst gibt Pullman an, welche Märchennummer aus dem internationalen Märchenverzeichnis dieses Märchen hat (ich wusste nicht, dass es so etwas gibt), dann welche ähnlichen Märchen es in anderen Kulturkreisen gibt und wie diese heißen, die Quelle, von der die Gebrüder Grimm dieses Märchen haben, und dann einen kurzen Kommentar Pullmans zu dem Märchen selbst.
Diese Kommentare sind wirklich toll. Sie sind recht kurz, aber sie geben jedes Mal einen interessanten Blick auf die Geschichte: wo eigentlich ein erzählerischer oder logischer Bruch ist, welche Passagen der Geschichte in einem modernen Roman sicherlich ausgeschmückt werden würden, einen Hinweis zur Grausamkeit des Märchens oder zu dem historischen Hintergrund, in dem es entstand. Besonders gut hat mir dort auch gefallen, wenn Pullman Begriffe aus der englischen und deutschen Fassung miteinander vergleicht. Ich kann mir vorstellen, dass es schwieriger ist, Märchen zu übersetzen, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Gerade diese Kommentare machen dieses Märchenbuch definitiv zu etwas Besonderem – ein Buch zum Lesen, Vorlesen und Wiederlesen. Sehr empfehlenswert. Für Märchen ist man einfach nie zu alt.

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

noch104Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich als Leseempfehlung geschenkt bekommen. Ehrlich gesagt gehört „Die Insel der besonderen Kinder“ zu einem der Bücher, die ich dieses Jahr unbedingt lesen wollte (eigentlich letztes schon) und so habe ich mich natürlich sehr gefreut und es gleich gelesen.

Zum Inhalt: Eigentlich hat Jacob seinen Großvater immer für verrückt gehalten. Was der alte Mann über seine Kindheit erzählt hat, das kam dem Teenager immer mehr als merkwürdig vor. Für Märchen hielt er die Geschichten über das Waisenhaus, in dem der Großvater im Krieg gelebt hatte, auf einer kleinen walisischen Insel inmitten von lauter besonderen Kindern. Dem Mädchen, das schwebt, wenn man keine Gewichte in seine Schuhe tut, zum Beispiel, oder dem unsichtbaren Millard oder Emma, die Feuer mit ihren Händen machen kann. Und all den anderen.
Doch in der Nacht, in der sein Großvater ermordet wird und Jacob das Monster mit eigenen Augen sieht, beginnt er sich zu fragen, was wirklich an den Geschichten des Großvaters dran war. Die letzten Worte des alten Mannes und die wiederkehrenden Alpträume lassen Jacob einfach keine Ruhe. Und so beschließt er, herauszufinden, was an den Geschichten dran ist – und zu erfahren, wie sein Großvater wirklich war, denn so sehr Jacob den alten Mann auch liebte – richtig nah kam er ihm nicht.
Auf der kleinen Insel vor der Küste von Wales eröffnet sich Jacob eine ganz andere Welt. Das liegt allerdings erstmal daran, dass die Einheimischen den Umgang mit Touristen nicht gerade gewöhnt sind und dass Jacob sich nach dem Waisenhaus erkundigt, finden sie auch mehr als merkwürdig. Der erste Besuch dort entpuppt sich auch wirklich als eine Enttäuschung, doch irgendetwas zieht Jacob immer wieder dorthin zurück. Er ahnt ja nicht, dass er von seinem Großvater eine ganz besondere Gabe geerbt hat, die es ihm einerseits ermöglichen wird, das Erlebte des alten Mannes endlich zu verstehen, die andererseits aber auch dafür sorgt, dass er sich in großer Gefahr befindet. Erst als Jacob die merkwürdige Miss Peregrine und ihre besonderen Schützlinge kennengelernt hat, kann er anfangen, diese Rätsel zu lösen. Und es wird nicht einfach für ihn, denn ein paar Entscheidungen stehen bevor, die sein ganzes Leben verändern können.

Wie mir das Buch gefallen hat: „Die Insel der besonderen Kinder“ ist so ein Buch, bei dem man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Es ist irgendwie mehr ein Gesamtkunstwerk als ein Roman, und das gefällt mir auf jeden Fall schon mal extrem gut. In die Geschichte eingebettet sind nämlich eine Reihe von Fotos, Bilder, die Jacob zum Teil erst für billige Fotomontagen hält, deren Geheimnissen er aber erst später auf die Schliche kommt. Auch Briefe sind nicht einfach als Fließtext wiedergegeben, sondern handschriftlich layoutet (dass alle Handschriften sich sehr ähnlich sehen, nun gut… 😉 ). Auf jeden Fall macht das was her, und es macht Spaß, sich diese Bilder anzusehen, die so sehr zur Geschichte beitragen und die Jacob quasi auch in der Hand gehalten hat…
Die Geschichte ist ebenfalls spannend: sehr düster und unheimlich (auch die Szenen, die am Tag spielen, waren für mich immer irgendwie düster und dunkel), atmosphärisch ziemlich dicht und gut gemacht. Die kleine Insel, auf der dann auch noch mal abgeschottet von der Inselgemeinde das Waisenhaus liegt, konnte ich mir sehr gut vorstellen; hier ist es Ransom Riggs wirklich gut gelungen, einen ganz eigenen und ungewöhnlichen Schauplatz zu erschaffen.
Die Handlung ist gut konstruiert und zum Teil nicht vorhersehbar, was mir wirklich gut gefallen hat. Die ungewöhnlichen Figuren haben einen ganz eigenen Charme, der mir beim Lesen auch noch mal sehr gut gefallen hat. Nicht alle der besonderen Fähigkeiten sind leicht und lustig, gerade ein Charakter namens Enoch machte mich ziemlich fertig zwischendurch.
Jacob ist ein toller Ich-Erzähler, der mit seinen pragmatischen Gedanken und seinem manchmal recht trockenen Humor wirklich dafür gesorgt hat, dass der Einstieg in die Geschichte schnell ging und man sich schnell mit ihm identifizieren konnte.
Ungewöhnlich – das ist wohl das erste Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. In jedem Fall aber ein für mich ein wirklich lohnenswertes Leseerlebnis: kurzweilig, spannend, düster, nichts, was einem so vorkommt wie abgekupfert aus tausend anderen ähnlichen Romanen. Daumen hoch!

Kai Meyer: Asche und Phönix

noch122Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen. Da ich Kai Meyer nur schwer widerstehen kann, habe ich mich am ersten Weihnachtsfeiertag damit direkt aufs Sofa verzogen…

Zum Inhalt: Die Mädchen sind verrückt nach Phoenix Hawthorne, der neuen Film- und Romanfigur, die den Hype um Zauberer- und Vampirfilme fortsetzt. Und London steht Kopf, als die Premiere des neuen Films bevorsteht. Alle wollen Parker Cale sehen und anfassen und ein Foto von ihm machen; die Mädchen stehen am Kino Schlange und schreien sich die Seele aus dem Leib. Nur Ash ist vollkommen desinteressiert an Parkers Ruhm; sie weiß kaum, wer er ist. Nur eines weiß sie: in der Zeit, in der er unterwegs ist, um sein Bad in der Öffentlichkeit zu nehmen, wird seine Suite leer sein und das gibt ihr die Gelegenheit, etwas mitgehen zu lassen.
Doch dann kommt alles ganz anders als erwartet, denn Parker steht urplötzlich wieder im Zimmer: der gefeierte Jungstar hat den Trubel satt und hat gerade in aller Öffentlichkeit deutlich gesagt, was er von seiner Rolle, den Drehbüchern und von seinem Vater, der den ganzen Krempel produziert, hält. Jetzt sind die Medien hinter Parker her – denn niemand kann fassen, was geschehen ist. Parker muss also unbedingt verschwinden; und da bietet es sich ja nahezu an, dass er die Diebin aus seinem Hotelzimmer dazu bringt, ihm einen Gefallen zu tun!
Das ungleiche Paar macht sich also aus dem Staub und zunächst sind weder Parker noch Ash vom jeweils Anderen begeistert; sie haben einfach überhaupt nichts gemeinsam und können sich in das extreme Leben des Anderen nicht einfühlen. Doch spätestens, als sie sich dann zusammen aufmachen, um Parkers Vater auszusuchen, dem Parker sich nun doch stellen will, entwickeln die beiden irgendwie Sympathie füreinander. Zu dem Zeitpunkt haben sie noch keine Ahnung, dass sie es nicht nur mit einem enttäuschten und wütenden Filmproduzenten zu tun bekommen werden; hier sind ganz andere, dunkle Mächte am Werk, von denen die meisten Menschen nie etwas erfahren werden…

Wie mir das Buch gefallen hat: Kai Meyer enttäuscht mich nie. Und auch von „Asche und Phönix“ bin ich sehr angetan. Das Buch ist einfach herrlich, und das aus mehreren Gründen: Erstens – es erzählt eine Liebesgeschichte, die in Teilen zwar vorhersehbar ist, aber trotzdem schön. Zweitens – das Buch macht sich über den ganzen Twilightwahn lustig, ohne dabei gemein zu werden; und es stellt den Teeniewahn um Vampire, Elfen und Co. in Frage, erzählt aber gleichzeitig selbst eine Geschichte, in der wir es mit Wesen zu tun bekommen, die nicht von dieser Welt sind. Parker und Ash sind allerdings keine strahlenden Helden, die mal eben ein verzwicktes Rätsel lösen und dann die Welt retten – sie haben es mit echten Gefahren zu tun, müssen Schlimmes erleben und befinden sich oftmals in scheinbar ausweglosen Situationen. Eine tolle Kombination, die mich überzeugt hat.
Drittens – Kai Meyer kann einfach grandios erzählen. Er schafft es, dass man ihm alles glaubt, dass die ganze Geschichte in ihren Besonderheiten glaubwürdig und passend klingt und dass man einfach nur denkt, dass es gar nicht anders hätte sein können. Außerdem erzählt er nicht jedes Fitzelchen fertig; es gibt Dinge, die man nicht erfährt, und nicht jedes Detail wird einem zwanzigmal vorgekaut, damit man es als Leser auch ja mitbekommt.
Ich mochte sowohl Parker als auch Ash wirklich gern und fand, dass sie sich sehr gut ergänzt haben. Vor allem hat mir der Humor der beiden gefallen, mit dem manchmal auch ziemlich unheimliche Szenen aufgelockert wurden. Für manche Szenen muss man schon ein bisschen hart im Nehmen sein, fand ich; denn Meyer nimmt kein Blatt vor den Mund, und wenn es gruslig werden soll, wird es das auch – nicht nur ein bisschen. Aber das gehört dazu und war auch hier stimmig für mich.
Ein toller Roman, der empfehlenswert für eine Zeit wie diese ist, in der man frei hat und das Buch nicht so schnell aus der Hand legen muss…