345 Tage buchkauffrei – Psychopathischer Buchhändler sucht Frau fürs Leben (Buch 44)

„You“ von Caroline Kepnes war eines der ersten Bücher, die ich in meinem Buchkauffreiprojekt gelesen habe. „Hidden Bodies“ ist der zweite Band um den verrückten Buchhändler Joe, und hoffentlich nicht der letzte. Nachdem er sich ja von seiner Exfreundin und … Weiterlesen

345 Tage buchkauffrei – Okay, Mark Edwards, du hattest deine Chance! (Hörbuch 9)

Interessant, vielleicht auch ein kleines bisschen beunruhigend ist mein augenscheinlicher Hang zu Büchern mit bestimmten Themen. Nachdem ich ja bereits festgestellt habe, dass es mich zu Frauen mit Gedächtnisproblemen hinzieht, habe ich dann auch noch eine Schwäche für psychotische Nachbarn … Weiterlesen

Carolin-Therese Wolf: Die Räuber – REMIXED

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Tjaja, das Hörbuch gab es im letzten Monat kostenlos bei „Audible“ und da dachte ich, man könnte ja nicht so viel falsch machen. 😉 Inhalt und meine Meinung: Ich habe „Die Räuber“ von Friedrich Schiller … Weiterlesen

Sara Shepard: Pretty Little Liars – Vogelfrei

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Gott sei Dank hatte ich dieses Buch nur aus der Bücherei ausgeliehen. Es hätte mich tatsächlich sehr geärgert, auch nur einen Cent dafür bezahlt zu haben. Zum Inhalt: Nachdem der kleinen Stadt Rosewood nun ein … Weiterlesen

Sara Shepard: Pretty Little Liars – Mörderisch

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Also, zuerst bekam ich immer diese mysteriösen SMS von einem unbekannten Absender, der nur mit A. unterschrieb, und dann plötzlich… ja, na gut, das Buch kommt auch aus der Bibliothek. Zum Inhalt: Und weiter geht … Weiterlesen

Sara Shepard: Pretty Little Liars – Unvergleichlich

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Und da kommt der vierte Band. Gut eigentlich, dass alle acht Bände gleichzeitig in der Bücherei erhältlich waren. Läuft. 😉 Zum Inhalt: Eigentlich hätte man denken können, dass es für die vier Freundinnen aus Rosewood … Weiterlesen

Sara Shepard: Pretty Little Liars – Vollkommen

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Weiter geht es mit der Reihe. Auch dieser Band kommt natürlich aus der Stadtbibliothek, so wie alle anderen auch. 😉 Zum Inhalt: Das Leben in Rosewood wird für die vier Freundinnen Aria, Emily, Hanna und … Weiterlesen

Friedrich Schiller: Die Räuber

noch14Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ich habe mal mit dem Anspruch Germanistik studiert, dass ich alles Mögliche lesen würde, das auf den Leselisten dieser Welt stand. Ich denke zwar inzwischen nicht mehr, dass das möglich ist, aber die zig Klassiker, die ich damals gekauft habe, verdienen es in jedem Fall auch, gelesen zu werden.

Zum Inhalt: Der alte Markgraf Moor hat zwei sehr ungleiche Söhne, Karl und Franz. Die beiden unterscheiden sich nicht nur rein äußerlich dadurch, dass Karl gut aussehend, groß und stark ist, wohingegen Franz hässlich, klein und schwächlich ist; auch vom Charakter her könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein, denn während Karl von allen geliebt wird ob seiner Großzügigkeit, Ehrlichkeit und Freundlichkeit, ist Franz böse und hinterhältig, und er beneidet seinen Bruder darum, dass dieser nicht nur vom Vater so sehr geliebt wird, sondern dass er auch noch der Erstgeborene ist, der später einmal alles bekommen soll.
Als Karl zum Studium in Leipzig ist, kommt der gute Sohn allerdings etwas vom Weg ab. Er nimmt das Leben dort sehr leicht und macht unter anderem Schulden, sehr zum Ärger seines Vaters. Franz sieht seine Chance gekommen, und als ein Brief von Karl zum Schloss gelangt, in dem dieser seinen Vater um Verzeihung bittet und ihm verspricht, dass er sich ändern wird, sieht Franz eine unverhoffte Chance gekommen. Er unterschlägt diesen Brief und fälscht stattdessen einen, der von einem angeblichen Freund verfasst worden ist und der Karl in das denkbar schlechteste Licht rückt. Der alte Moor ist verzweifelt und in seinem Kummer enterbt er Karl.
Diese Tat bereut er sehr schnell, da er seinen Sohn immer noch von ganzem Herzen liebt. Auch Amalia, die in der Obhut des alten Moor lebt und die mit Karl liiert war, bestärkt den alten Mann darin, dass dieser Karl verzeihen müsse. Amalia liebt Karl aufrichtig und lässt nicht zu, dass er in ein schlechtes Licht gerückt wird. Vehement weist sie auch immer wieder Franz ab, der selbst Interesse an ihr hat und hofft, dass sie ihn nun heiraten wird.
Doch Karl ahnt nicht, dass er bei seinem Vater längst wieder willkommen wäre. Er hört nur davon, dass er enterbt und verstoßen wird, und ist vollkommen verzweifelt. Seine Freunde haben eine Räuberbande gegründet, der Karl sich nun anschließt, weil er glaubt, dass seine Freunde und er im Sinne der Gerechtigkeit handeln, wenn sie von den Reichen nehmen und den Armen geben. Doch nicht alle Räuber haben so ehrenwerte Absichten, und es soll Karl zum Verhängnis werden, dass er dies nicht bemerkt und, nachdem er zum Hauptmann ernannt wird, einen folgenschweren Treueschwur leistet…

Wie mir das Buch gefallen hat: Zur literarischen Bedeutung dieses Werkes brauche ich nun wirklich nichts zu sagen, aber ich habe mich darauf gefreut, mich mit diesem sogenannten „Lesedrama“ auf mein Sofa zu verziehen. In einer Vorrede zu dem Drama schreibt Schiller, er halte das Drama unter anderem deswegen für ein Lesedrama, da es sehr abstoßende Sprache und sehr böse Taten enthalte – was zweifellos auch stimmt. Die Gräueltaten der Räuber sind wirklich furchteinflößend, und sicherlich nicht frei erfunden, da es zur Entstehungszeit des Dramas durchaus solche Räuberbanden in Deutschland gab.
Warum es auch heute noch Spaß macht, dieses Drama zu lesen? Ehrlich gesagt, weil es spannend ist. Franz Moor ist wirklich eine Figur, die sehr böse ist und vor nichts zurückschreckt. Was er alles tut, um der Erbe seines Vaters zu werden, ist auch aus heutiger Sicht noch skrupellos und verabscheuenswert. Gleichzeitig habe ich gerade ihn als sehr glaubwürdig empfunden, da er zwar einerseits wirklich alles daran setzt, seine Position zu verbessern, er andererseits aber auch immer wieder feige und mitunter sogar ängstlich handelt. Er ist gefangen in seiner Rolle, und es scheint für ihn keine Möglichkeit zu geben, sich zu ändern.
Ebenso ist Amalia eine Frauenfigur, wie wir sie auch heute noch in Romanen finden könnten. Sie ist wortgewandt und mutig – wie sie sich gegen Franz auflehnt, ist absolut bemerkenswert. Sie ist es auch, die dafür sorgen könnte, dass noch alles gut ausgeht, und sie ist es, die zwischen den zerstrittenen Parteien vermitteln kann. Amalia wird mir besonders in Erinnerung bleiben. Von allen Dramenheldinnen, die mir bislang untergekommen sind, gefällt sie mir deutlich am besten.
Karl ist ein Vertreter des Sturm und Drang, wie er – heutzutage – im Buche steht. Er ist ein wirklicher Held, und das, obwohl (oder weil) er sich nicht immer so verhält, wie man es eigentlich von einem Vorzeigesohn erwarten würde.
Zum Ende des Dramas würde ich gern noch sagen, dass ich es extrem spektakulär finde – was in den letzten Szenen passiert, ist wirklich spannend und könnte auch Freundes des Hollywoodshowdowns gefallen – es gibt eben nur kein Happy End. Die letzten Sätze des Dramas deuten an, wie es mit Karl Moor enden wird, und dies ist trauriger, als wenn er tatsächlich vor den Augen der Zuschauer stürbe, finde ich. Fast unerwarteterweise hatte ich am Schluss des Dramas wirklich einen Kloß im Hals.
„Die Räuber“ ist für mich ein absolutes Paradebeispiel dafür, dass manche Werke vollkommen zurecht Klassiker werden und dass es Inhalte gibt, die nie wirklich veralten, selbst wenn sie in einer anderen Zeit spielen.