345 Tage buchkauffrei – Gib alles auf, um zu überleben! (Buch 34)

Maja, ihre Mutter Lila und ihr kleiner Bruder Elias haben vor drei Jahren Schlimmes erlebt, als nämlich Lilas Freund Robert plötzlich anfing, gewalttätig zu werden und sie zu bedrohen. Sie wehrte sich, trennte sich, und Robert entwickelte sich zu einem … Weiterlesen

Annette Weber: Im Chat war er noch so süß

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ich unterrichte in diesem Jahr eine Klasse mit Schülerinnen, die Deutsch lernen. Mit diesen Mädchen wollte ich ein Buch lesen, das sie auch verstehen. Somit machte ich meine Bekanntschaft mit diesem „Buch“. Zum Inhalt: Sarah … Weiterlesen

Alison Hewitt: Stalked

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ein Flughafen außerhalb Londons. Eine Frau mit genug britischem Bargeld, um noch etwas einzukaufen. Eine halbe Stunde bis zum Boarding. Eine Buchhandlung. Ein Buch mit aufmerksamkeitserregendem Cover. Ein interessanter Klappentext. Ende der Geschichte. Zum … Weiterlesen

C. J. Daugherty: Night School – Um der Hoffnung Willen

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Das Buch hatte ich mir vor ein paar Monaten mal auf mein iPad ‚runtergeladen. Schließlich habe ich schon die ersten drei Bände der „Night School“-Reihe gelesen und fand sie gut… Zum Inhalt: Obwohl nach den … Weiterlesen

Kjetil Johnsen: Dark Village – Das Böse vergisst nie

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: „Lies du es mal zuerst und sag dann, wie gruselig es ist“, sagte meine Buchfreundin und drückte mir das Buch in die Hand. „Dark Village“ ist ja eine Zeit lang ziemlich überall in den … Weiterlesen

Alice Gabathuler: dead.end.com

030Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Aufmerksam geworden auf das Buch war ich schon vor einiger Zeit im BücherTreff, wo ich eine Rezension gelesen hatte und fand, dass das Buch ganz interessant klang. Seitdem habe ich quasi auf die Gelegenheit gewartet, es zu lesen, und netterweise habe ich dann ein Exemplar auf der Buchmesse entdeckt.

Zum Inhalt: Der Traum eines jeden Zockers – so klingt dead.end zuerst einmal. Verschiedene Teams von Computerspielern sind ausgewählt worden, um ein einzigartiges neues Spielekonzept zu testen, das die Welt der Computerspiele revolutionieren soll. Aufgeregt und voller Vorfreude finden Mo und die anderen Spieler sich am Treffpunkt ein – und erleben eine Überraschung nach der anderen.
Zunächst einmal wird deutlich, dass es sich bei dead.end nicht um ein reines Computerspiel handelt. Die Jugendlichen müssen auch selbst Aufgaben lösen und sich auf einem unübersichtlichen Gelände zurechtfinden, damit sie dort Missionen erfüllen können. Obwohl man ihnen anfangs immer wieder versichert hat, dass ihnen dabei eigentlich gar nichts passieren kann, findet Mo schon die erste Mission im Gelände unheimlicher als erwartet. Als es dann richtig losgeht und die reale Umgebung plus die Welt innerhalb des Computerspiels erkundet werden müssen, stehen die Jugendlichen mehr und mehr unter Druck. Es kommt zu gefährlichen Auseinandersetzungen und handfesten Streitereien. Und dabei täten alle wirklich besser daran, zusammenzuhalten. Doch was hier keiner ahnt: dead.end ist nicht einfach nur irgendein Computerspiel; hier steckt noch viel mehr dahinter, und keiner der Spieler hat eine Ahnung, auf was er sich hier eingelassen hat.
Doch dann hat Mo plötzlich aus heiterem Himmel einen Verdacht. Und gerade er, der eigentlich psychisch so labil ist, dass er streng genommen gar nicht an so einem Experiment teilnehmen dürfte, steht nun noch mehr unter Druck. dead.end hat auf gaz bestimmte Weise gerade auch mit ihm zu tun – wie soll er damit nur klarkommen?

Wie mir das Buch gefallen hat: Spätestens „Erebos“ hat mich ja davon überzeugt, dass Bücher über Computerspiele toll und ganz großes Kino sein können. Die Idee zu „dead.end.com“ klingt dann ja auch recht verlockend und so habe ich mich auf dieses Buch wirklich gefreut. Umgehauen hat es mich allerdings nicht. Eigentlich bin ich sogar fast ein bisschen enttäuscht.
Erstmal verstehe ich nicht, warum der Roman „dead.end.com“ heißt, wenn im Buch selbst immer von einem Spiel namens „dead.end“ die Rede ist. Das ist zwar eine Kleinigkeit, aber zusammen mit den anderen Dingen, die ich nicht so toll fand, passt das leider auch ins Bild.
Die Handlung ist an sich erstmal ganz gut angelegt und in sich auch nachvollziehbar, aber für mich hakt es an der Umsetzung. Die 288 Seiten, die der Roman nur hat, und die nicht immer ganz mit der ohnehin großen Schrift bedruckt sind, machen schon rein optisch klar, dass die Geschichte schnell erzählt wird. Dadurch bleibt die Handlung aber leider auch recht oberflächlich, wirkliche Spannung kommt beim Lesen nicht auf.
Größtes Manko ist hier aber, dass man zu den Figuren keine richtige Bindung aufbauen kann. Bis zum Ende hin waren sie mir alle ziemlich egal – mal davon abgesehen, dass ich sie zum Teil auch nicht auseinanderhalten konnte. Sowas finde ich beim Lesen immer ein bisschen ärgerlich, denn für mich ist ein guter Protagonist immer das wichtigste – und weder Mo noch Greti oder Carlos taugen dazu, von allen Anderen ganz zu schweigen.
Schlecht ist „dead.end.com“ im Großen und Ganzen eigentlich zwar nicht, weil es eben ein paar spannende Ideen gibt, aber am Ende des Romans angekommen denke ich, dass er leider aus seinem Potenzial wenig macht und deswegen einfach aus der Menge an Jugendbüchern nicht heraussticht. Schade.

Veit Etzold: Spiel der Angst

027Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich mir von der Buchmesse in Leipzig mitgebracht. Schon der erste Teil („Spiel des Lebens„) hatte mir sehr gut gefallen und ich freute mich auf Teil 2.

Zum Inhalt: Nach alledem, was Emily in London erlebt hat, hat sie gehofft, dass sie in New York mit ihrem Freund Ryan ganz neu anfangen kann. Die Verfolgungsjagd in London, fast Opfer eines Psychopathen geworden zu sein, die ständige Angst um das Leben der Menschen, die ihr wichtig sind, das alles hat Emily an den Rand ihrer Kräfte gebracht. Erst in New York, wo Ryan und sie sich schnell einleben und an der Uni Fuß fassen, schöpft sie neue Energie und beginnt, die Angst abzustreifen. Immerhin ist ihr Verfolger tot.
Das zumindest denkt Emily, an diesen Gedanken klammert sie sich mit aller Macht – bis sie nicht mehr leugnen kann, dass die Ermittler in London einen Fehler gemacht haben. Der Täter ist nicht tot. Er lebt. Er ist in New York. Er ist hinter ihr her.
Und das Spiel beginnt von vorn. Wieder bekommt Emily Aufgaben gestellt, die sie innerhalb einer bestimmten Zeit lösen muss. Schafft sie es nicht, geschieht Schreckliches. Dass der Kerl vor nichts zurückschreckt, weiß Emily inzwischen. Wenn das überhaupt möglich ist, hat sie noch mehr Angst vor ihm als vorher.
Eine wilde Jagd durch New York beginnt, und Emily wird ständig vor neue Rätsel gestellt, die alle etwas mit dem biblischen Babylon und den Sagen, die sich darum ranken, zu tun haben. Ohne ihre neue Freundin Lisa wäre es ihr oft gar nicht möglich, schnell genug hinter die Aufgaben zu kommen. Auch Ryan und sogar Emilys beste Freundin Julia, die extra aus London anreist, unterstützen Emily, wo sie nur können. Doch es geschieht, was Emily von Anfang an befürchten musste: ihre Freunde geraten in Gefahr. Und der Täter hat es auf den Menschen abgesehen, den sie am allermeisten liebt: Ryan…

Wie mir das Buch gefallen hat: Super! Atemlos habe ich dieses Buch an einem Nachmittag durchgelesen. Habe mich von Herrn Etzold nach New York schleppen lassen, um bei der zweiten Runde des perfiden Spiels dabei zu sein. Eine sehr gute Entscheidung, anders kann ich das nicht in Worte fassen. „Spiel der Angst“ steht „Spiel des Lebens“ in nichts nach.
Und das will was heißen, denn die Vorzeichen sind nicht die besten. Im Prinzip kann man sagen, dass die Handlung sich so gut wie gar nicht von der in Band 1 unterscheidet, wenn man vom Schauplatz und dem Hintergrund der Rätsel absieht. Das Spiel jedenfalls ist genau gleich, die Reihenhandlung wird nicht entscheidend voran gebracht, auch wenn Emilys Vater irgendwie eine neue Rolle zugeschrieben bekommt, sogar das Ende gleicht dem von Band 1 in entscheidenden Aspekten.
Was also ist an diesem Buch dann überhaupt so gut?
Die Antworten sind schnell gefunden. Erstens kann Veit Etzold wirklich ganz großartig erzählen, lässt seine Leser nicht zur Ruhe kommen, hetzt uns mit Emily zusammen durch die Stadt. Zweitens schafft er es, sich wirklich tolle und spannende Rätsel auszudenken, deren Auflösung einem auch noch interessante Fakten über den Schauplatz der Handlung verrät, und gerade das fand ich hier auch wieder sehr mitreißend. Obwohl es in den meisten Fällen wirklich nicht möglich ist, allein auf die Lösungen der Rätsel zu kommen, hat das Finden der Lösungen echt Spaß gemacht.
Die Figuren finde ich auch nach wie vor sehr authentisch und glaubwürdig, auch wenn ich an so mancher Stelle dachte, dass das große Liebesglück von Ryan und Emily jetzt auch mal etwas gedämpfter werden könnte. Irgendwie gab es so manche Szene, die wie aus dem Nichts ganz gefühlsduselig wurde, und das ist mein einziger und zugegebenermaßen recht kleiner Kritikpunkt.
Ob dasselbe Muster auch noch mal in einem dritten Band funktionieren wird, bezweifle ich allerdings. Da müsste nun schon etwas mehr an Hintergrundgeschichte kommen… gespannt bin ich aber! Sehr.