Kann denn Naschen Sünde sein? – Sektkuchen zu Rebecca Fischers „Nur lieben ist schöner!“

Nur lieben ist schöner“ von Rebecca Fischer ist nicht nur ein Roman über das Finden der großen Liebe (und der Frage, ob es wirklich immer so gut ist, wenn man genau das bekommt, was man will), sondern auch ein Roman darüber, wie wichtig Freundschaft ist. Zwar essen die drei Heldinnen von Rebecca Fischer am liebsten ihre Kleeblattpizza, wenn sie sich treffen, aber manchmal passt Kuchen doch einfach besser…

… und bei meinem „Kleeblatt-Sektkuchen“ hab ich mir das so gedacht: der Sekt im Kuchenteig gebührt auf jeden Fall Tinette, die mit ihrem Job in der Agentur, in der sie Schauspieler vermittelt, etwas Glamouröses hat. Die Mascarpone-Fruchtcreme in der Mitte passt für mich gut zu Nelly, die so etwas Frisches hat. Und als Hochzeitsplanerin muss Inka einfach Marzipanrosen auf dem Kuchen haben.
Ich habe das Ganze jetzt in drei kleinen Herzformen gebacken (die dritte ist nicht im Bild, weil statt Rosen der Name meiner Schwester drauf ist ;)), der Teig kann aber natürlich auch in einer Springform gebacken werden. Wenn man die drei Herzchen backt, kann man natürlich hinterher noch eine Kleeblattanordnung  machen…

Zutaten:
für den Kuchen selbst:
300g Mehl
250g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
200ml Sonnenblumenöl
200ml Sekt (1 Piccolo)
2 Eier

für die Füllung:
200g Schlagsahne
250 g Mascarpone
100g Zucker
1 Dose Mandarinen

für obendrauf:
200g weiße Kuvertüre
200g Rohmarzipan
rote und grüne Lebensmittelfarbe
Puderzucker

Ofen vorheizen (180°C Umluft, 200°C Ober- und Unterhitze)

Zuerst geht es an den Teig. Dazu alle Zutaten außer dem Sekt zu einem Rührteig verarbeiten und den Sekt dann erst dazugeben. Es schäumt wegen der Kohlensäure und des Backpulvers ein wenig. Rühren, bis das Ganze eine recht flüssige Teigmasse ist.
Backform einfetten, Kuchen in den Ofen schieben und 25 Minuten lang backen (Erfahrungswert mit den Herzformen, nicht mit der Springform).
Kuchen aus dem Ofen holen und gut auskühlen lassen.

Für die Füllung die Sahne steif schlagen, Mascarpone und Zucker vermengen, die Sahne dann unterheben und rühren, bis die Creme glatt ist. Mandarinen gut abtropfen lassen und dann in die Creme geben. Jetzt muss das alles in den Kühlschrank und mindestens eine Stunde wieder etwas fester werden.

Den ausgekühlten Kuchen einmal durchschneiden, damit später die Creme zwischen den unteren und den oberen Teil gestrichen werden kann.
Es empfiehlt sich, vor dem Zusammensetzen etc. erstmal die Deko für den oberen Teil zu machen.
Dazu die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und in der Zeit die Rosen herstellen.
Das Marzipan am besten mit etwas Puderzucker verkneten, damit es leichter formbar ist und nicht so klebt. Dann einen Teil mit roter und einen Teil mit grüner Lebensmittelfarbe vermengen. Daraus werden nun die Rosen und die Blätter geformt.
Nun die flüssige Kuvertüre auf den oberen Teil des Kuchens auftragen und die Rosen und Blätter in der Schokolade ein bisschen festdrücken. Das Ganze muss jetzt wieder auskühlen und fest werden.

Schließlich nur noch die Mascarpone-Creme auf die untere Kuchenhälfte streichen, obere Hälfte draufsetzen und eventuell einen Rest der Creme am Rand verteilen. Bis zum Servieren am besten etwas kühl stellen. Kühlschrank muss nicht sein, aber sommerliche Temperaturen tun der Festigkeit der Mascarponecreme nicht gut.

Den Freundinnen einen Kaffee kochen, ein Glas Sekt einschenken und den Kuchen essen. Nur lieben ist schöner! 😉

Süß und doch dämonisch – Muffins zu Royce Buckinghams „Dämliche Dämonen“

Es ist schon einige Zeit her, dass ich Royce Buckinghams Roman „Dämliche Dämonen“ gelesen habe, schon fast vier Jahre (die Buchvorstellung dazu habe ich aus meinem alten Blog mal rübergeholt), aber immerhin erinnere ich mich immer noch grob an die Handlung und an die Dämonen, vor allem an die lustige Covergestaltung, die mir damals wie heute gut gefallen hat. 🙂
Monsterfreunde können aber jetzt zum Lesen auch ein paar dämonische Kalorien zu sich nehmen, nämlich mit dämonischen Muffins wie denen, die hier zu sehen sind. Sie sind eigentlich ganz einfach zu machen, aber der bunte Zuckerguss macht eine riesige Sauerei, aber das kann auch an mir liegen.
Sie sind dann am Ende ziemlich süß, schmecken aber trotzdem gut.

Zutaten für die Muffins:
300 g Mehl
250 g Zucker
4 Eier
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
200 ml Sonnenblumenöl
200 ml Fanta
1 Päckchen Orange Back

Den Backofen auf 180°C vorheizen (Umluft). Die Zutaten alle in eine Schüssel geben und verrühren. Der Teig wird ziemlich flüssig und schäumt am Anfang durch die Fanta ein bisschen, riecht aber dafür auch gleich sehr gut.
Die Muffinform mit Papierförmchen bestücken und diese fast komplett bis zum Rand mit Teig füllen. Ab in den Ofen mit den Muffins und 20 Minuten warten.
Wenn die Muffins abgekühlt sind, geht es mit der Deko weiter:

100g Kokosflocken
1 Packung Puderzucker
Lebensmittelfarben
100 g Marzipan
Schokotröpfchen
Deko nach eigenem Belieben

24 kleine Marzipankügelchen für die Augen herstellen. Damit das Marzipan nicht so klebt, kann man es mit Puderzucker vermengen und die Kugeln nach dem Formen noch mal durch den Puderzucker rollen (dann werden die Augen weißer). Schokotröpfchen als Pupillen in die Kugeln drücken.
Aus dem restlichen Puderzucker Zuckerguss herstellen und in diesen dann die Kokosflocken einrühren – damit hat man schon mal weißes Fell. Ich teile die Zuckerguss-Masse dann in vier Teile und mische die verschiedenen Lebensmittelfarben unter. Mit einem Löffel – und mit den Händen – dann den Zuckerguss auf die Muffins geben und verteilen. Die Marzipanaugen brauchen etwas Halt, also an der Stelle nicht zu dünn auftragen!
Aufpeppen kann man die Dämonen dann noch durch kleine Hörner aus Marzipan, bunte Streusel auf dem Fell, Schokohaare und vieles mehr. Marzipanhörner halten am besten, wenn man unten eine Art Fuß formt, den man dann mit Zuckerguss festklebt.
Fertig ist der dämonisch gute Muffin.

Ferox? Altruan? Unbestimmt! – Bratkartoffeln zu Veronica Roths „Die Bestimmung“

Ich habe vor nicht zu langer Zeit Veronica Roths „Die Bestimmung“ gelesen. Der Roman ist eine Dystopie, die eine Gesellschaftsform beschreibt, in der die Menschen sich einer gesellschaftlichen Fraktion zuordnen, je nachdem, was sie als besonders wichtig in ihrem Leben ansehen. Beatrice, die Protagonistin, kommt aus einer Familie, die den Altruan angehört, der Fraktion, die immer zuerst an andere denkt und dann an sich selbst. Essen dient bei ihnen nicht dem Genuss, sondern einfach der Energiezufuhr. Es wird bescheiden gegessen und natürlich. Auch wenn es im Roman nicht gesagt wird, ich assoziiere damit vor allem Gemüse und Salat.
Die Ferox sind tapfer und furchtlos, ihr Symbol ist das Feuer. Auch wenn eigentlich das Essen, das für die Ferox bezeichnend ist, in dem Roman eher die Hamburger waren, weil Beatrice diese dort zum ersten Mal isst, habe ich mich für ein heißes – also feuriges – Pfannengericht entschieden, das zusammen mit kaltem Gemüse serviert wird. Und so geht es:

Zutaten:
400 g Kartoffeln
Sonnenblumenöl
3 Esslöffel Pesto Rosso
1 Paprikaschote
250 g Garnelen
Salz
Pfeffer
Chilipulver
Feldsalat
4 kleine Tomaten

Das Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen. In der Zeit die Kartoffeln in Scheiben schneiden und dann in der heißen Pfanne anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Nach einigen Minuten die Hitze reduzieren, und während die Kartoffeln weiter braten, schon mal die Paprika schneiden und die Garnelen für die Pfanne vorbereiten (falls sie nicht eh tiefgefroren sind und damit pfannenfertig).
Nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten (je nach Dicke der Kartoffelscheiben) die Garnelen hinzugeben und mitbraten. Noch mal ein paar Minuten später das Pesto hinzugeben und mit den Kartoffeln und den Garnelen vermischen. Dann kommen die Paprikawürfel oder -scheiben hinzu. Jetzt riecht es schon sehr gut – ein bisschen Chilipulver hinzu, damit es schön scharf ist.
Jetzt wird der Feldsalat gewaschen und geputzt und auf einem Teller angerichtet. Tomaten waschen und vierteln.
Die Bratkartoffeln auf den Feldsalat geben, die Tomaten am Rand anrichten, fertig.

Ein Essen für die Altruan? Sicher nicht.
Die Ferox dürfte das schon eher ansprechen.
Ob es den Candor schmeckt, würden sie mir schonungslos ins Gesicht sagen, die Ken würden sicher erstmal gucken, ob eine Nahrungsaufnahme in diesem Fall klug ist – und die Amite würden es bestimmt mal probieren.
In diesem Sinne – guten Appetit!

Versuchung und Belohnung – Vanilleeis für „Cassia & Ky – Die Auswahl“

~Manchmal beim Lesen fallen mir leckere Gerichte auf, die von den Figuren in den Romanen gegessen werden. Manchmal fällt mir zum Thema eines Buches ein Gericht ein, das ich gern esse. So entstand die Idee zu meiner hiermit eröffneten Kategorie: „Die Kalorien zum Buch“. Nicht zu jedem, aber zu einigen Büchern, die ich lese, soll es in Zukunft ein Rezept geben, das ihr dann nachkochen könnt, wenn ihr mögt, und das sich eventuell auch eignet, mit dem Buch zusammen verschenkt zu werden.~

Ich habe vor ein paar Tagen „Cassia & Ky – Die Auswahl“ von Ally Condie gelesen. Eine der schönsten Szenen zwischen Xander und Cassia ist für mich die, als sie nach einem Arbeitseinsatz Eis bekommen. Ein Auszug:

Normalerweise enthalten unsere Mahlzeiten alle Vitamine und Nahrungszusätze, die der Einzelne braucht, daher müssen sie genau der richtigen Person gegeben werden. Die Eiscreme hingegen gilt nicht als richtiges Nahrungsmittel.
[…] Er [Xander] steckt den Löffel in die weiße Kugel – für jeden gab es genau eine – und seufzt. „Dafür würde ich hektarweise Blumen pflanzen.“
Ich bin ganz seiner Meinung. Kalt, süß und köstlich gleitet die Eiscreme über meine Zunge und durch meine Kehle bis in den Magen. Ich bilde mir ein, sie noch lange nach dem Schmelzen dort spüren zu können. Meine Finger riechen nach Erde, meine Lippen schmecken nach Zucker, und ich bin so hellwach, dass ich mich frage, ob ich heute Nacht überhaupt schlafen kann.
(Ally Condie: Cassia & Ky: Die Auswahl, FJB 2011, S. 181 f.)

Und hier das Eis dazu – es braucht etwas Zeit, aber auch das passt eigentlich gut zu dem Roman, finde ich:
Die Zutaten:
400 ml Sahne
250 ml Milch
5 Eigelb
100 g Zucker
1 Vanilleschote

1. 250 ml Sahne und 250 ml Milch mit etwas Zucker in einen Topf geben. Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark mit einem Teelöffel herauskratzen, das Vanillemark und die Schote in den Topf geben und alles aufkochen lassen.

2. In der Zeit die Eier trennen und die fünf Eigelb mit dem restlichen Zucker schaumig aufschlagen.

3. Die kochende Milchsahnemischung vom Herd nehmen, die Vanilleschote herausnehmen und das Ganze unter ständigem Rühren zu der Eigelb-Zucker-Mischung geben. Wenn alles vermischt ist, die Schüssel in ein Wasserbad mit kaltem Wasser stellen und so lange rühren, bis die Masse Zimmertemperatur hat (das braucht etwas Zeit und Ausdauer).

4. Die restliche Sahne steifschlagen und unter die Vanillemasse heben.

5. In Portionsschälchen oder einer großen Form oder wie auch immer zum Einfrieren ins Gefrierfach stellen. Wenn man eine große Form nimmt, empfiehlt es sich, dass man die Masse nach zwei Stunden noch mal umrührt, bei kleineren Portionen muss das nicht unbedingt sein.

In meinem Gefrierschränkchen braucht das Eis zwischen drei und vier Stunden. Danach garniere ich es mit Himbeeren, die mich an Cassias Großvater erinnern (meine Lieblingsfigur in dem Roman, aber wer das Buch kennt, weiß, warum Beerenstrudel nicht in Frage kommt!) und mit Schokolade, die mich an Cassias festliches Dinner in der Stadthalle erinnert.